Grusswort des Ersten Bürgermeisters

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Breitbandausbau in Feldkirchen – wie geht es weiter?

Liebe Feldkirchner Bürgerinnen und Bürger,

wie Sie aus der Presse entnehmen konnten, werden die 3 Gemeinden (Aschheim, Feldkirchen, Kirchheim) die jeweils zugesagten Fördergelder für einen flächendeckenden Breitbandausbau nicht in Anspruch nehmen.


Wie kommt das?
Vor ca. 2 Jahren hat die Gemeinde Feldkirchen die ersten Gespräche mit den beiden Nachbargemeinden aufgenommen und gleichzeitig auch eine Beratungsfirma hinzugezogen. Ziel war zunächst, den flächendeckenden Breitbandausbau in Feldkirchen voranzutreiben und insbesondere unterversorgte Gebiete zu erschließen bzw. zu verbessern. Die Gemeinde Feldkirchen hat daraufhin Zuschüsse für den Ausbau in einem Landes- und einem Bundesförderprogramm beantragt. Aschheim und Kirchheim haben dies dann ebenfalls beantragt. Wir bekamen jeweils 4,75 Mio. und 2,85 Mio. zugesprochen (das entspricht max. 80% der Ausbaukosten).

In den weiteren Gesprächen ergab sich dann die Idee, zusammen mit der AFK-Geothermie (an der ja alle 3 Gemeinden beteiligt sind) den Ausbau anzugehen. Die AFK hat bereits alle Haushalte, die auch an die Geothermie angeschlossen sind, mit Glasfaserleitungen versorgt. Hier ist es bereits jetzt möglich, schnelles Internet zu buchen!

Welche Lösung wurde gesucht?
Mit Hilfe unserer Beratungsfirma und einer Anwaltskanzlei, die auf solche Zusammenschlüsse spezialisiert ist, wurden verschiedene Möglichkeiten erarbeitet und letztlich ein Betreibermodell ausgewählt. Kurz gesagt: Das Glasfasernetz der AFK wird ausgelagert. Die Gemeinden bauen mit dem Fördergeld das Glasfasernetz aus. Am Ende wird es an ein Telekommunikationsunternehmen vermietet. (Wobei der Ausbau auch an das Telekommunikationsunternehmen vergeben würde.)
Seit Januar 2022 arbeiten alle mit Hochdruck an diesem Modell!

Überraschung der Telekom!

Im April dieses Jahres überrascht uns die Telekom mit der Meldung „sie wird den flächendeckenden Breitbandausbau eigenwirtschaftlich durchführen“. Dies bedeutet, dass die Telekom nun tatsächlich den Ausbau selbst durchführt. Baustart soll 2025 sein und Inbetriebnahme 2026.

Wären die Gemeinden mit dem eigenen Ausbau schneller?
Diese Frage haben wir uns natürlich auch alle gestellt und sie ist einfach zu beantworten. Beim Eigenbau hätten wir eine Ausschreibung für die Betreiberfirma machen müssen. Es ist davon auszugehen, dass dies ebenfalls die Telekom geworden wäre, die dann bis zu 5 Jahre Zeit zur Umsetzung hätte.

Kosten:
Zu den genannte Fördergeldern hätten die Gemeinden aber auch mind. 20% aus Eigenmitteln zugeben müssen. Der nun von der Telekom angekündigte Eigenausbau ist für die Gemeinden hingegen ohne Kosten verbunden. Somit bleibt uns nichts anderes übrig, als auf die Förderung zu verzichten. In allen 3 Gemeinden wurde hierzu der gleiche
Beschluss gefasst.

Fazit:
Die Telekom baut auf eigene Kosten. Würden die Gemeinden trotzdem selbst bauen, wären 2 parallele Netze vorhanden und wir würden dies schlecht bis gar nicht vermieten können. Auch zeitlich hätten wir keinen Vorteil.
Vielleicht haben wir mit unseren Vorarbeiten die Telekom zum Handeln gezwungen? Somit waren Arbeiten und die investierte Energie nicht umsonst.


Herzlichst

Ihr
Andreas Janson
Erster Bürgermeister

 

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