Der 1. Bürgermeister Werner van der Weck

Bürgermeister

Grüß Gott liebe Bürgerinnen und Bürger,

 „Ach, dieser Monat trägt den Trauerflor.“ –  so beginnt Erich Kästners Gedicht über den November.

„Der Sturm ritt johlend durch das Land der Farben.

Die Wälder weinten. Und die Farben starben.

Nun sind die Tage grau wie nie zuvor.

Und der November trägt den Trauerflor.“

 

Den „grauen“ November verbindet man mit Nebel, Dunst und nasskalter Ungemütlichkeit. Kein anderer Monat hat so viele Totengedenktage: Allerheiligen, Allerseelen, Volkstrauertag und Totensonntag.

 

Auch das fasst Erich Kästner in Reime:

„Der Friedhof öffnet sein dunkles Tor.

Die letzten Kränze werden feilgeboten.

Die Lebenden besuchen ihre Toten.

Was man besaß, weiß man, wenn man’s verlor.

Wer noch nicht starb, dem steht es noch bevor.

Und der November trägt den Trauerflor.“

 

Die Sommermonate Juli und August strotzen vor Lebensfreude, und das ist gut so. Aber es ist auch gut, dass jetzt Tage kommen, die uns an die Sterblichkeit erinnern, die jedem von uns bevorsteht. Der Tod macht wie die Geburt und die verschiedenen Lebensabschnitte unser Leben aus. Das Bedenken, dass unser Leben endlich ist, lässt es uns noch mehr schätzen. Es ist kostbar und zu schade, es zu vergeuden, es nur hinter uns zu bringen.

Mit diesen Gedanken wünsche ich Ihnen: Leben Sie Ihre Tage – jeden Tag – bewusst!

Ihr

Werner van der Weck

Erster Bürgermeister